Wandern auf der Kurischen Nehrung

Die Kurische Nehrung ist ein Paradies zum Wandern: Geheimnisvolle Wege führen durch stille Kiefern- und Birkenwälder, ein fast 100 km durchgehender Ostseestrand lockt ebenso wie abgeschiedene Pfade durch die Dünenweite.

Königswald (Korolievsky bor)

Der Königswald, der einer der ältesten Wälder auf der Nehrung ist, erstreckt sich von Zelenogradsk bis Lesnoje. Bereits im 18. Jahrhundert wurde er zum Naturreservat erklärt. Zu Ordensritterzeiten wurden hier Falken abgerichtet, die an europäische Adelshöfe exportiert wurden und dort als Geschenke besondere Beliebtheit gewonnen haben. Der Pfad führt durch ausgedehnte alte Kiefern- und Fichtenwälder.

Von einer Aussichtsplattform aus hat man die Möglichkeit, das Kurische Haff und die Ruine der Försterei Grenz aus dem 17. Jahrhundert zu erblicken.

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Müllers Höh

Dieser Pfad beginnt am Möwenbruch und führt Sie über eine steile Düne, die durch die Anpflanzung der Bergkiefer Ende des 19. Jahrhunderts befestigt wurde. Sie durchqueren einen ausgedehnten Forst aus Bergkiefern, der Baumart, die eine entscheidende Rolle bei der Stabilisierung des Sandes spielt. Vom Gipfel der Düne aus haben Sie eine hervorragende Aussicht auf den ältesten Teil der Nehrung, die “Insel”, die einer der Ausgangspunkte für die Entstehung der Halbinsel vor 7000 – 8000 Jahren war. Eine Aussichtsplattform auf einer Höhe von 44,4 m über dem Meeresspiegel bietet den Besuchern eine atemberaubende Aussicht auf das Meer, das Haff, Rybachy und den See.

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Der tanzende Wald

Der Wanderweg führt durch den ungewöhnlichsten Teil des Kiefernwaldes. Es gibt mehrere Versionen wie die gekrümmten, in Ringe verdrehte, „tanzenden“ Bäume entstanden sind: von biologischen und waldpathologischen, bis bioenergetischen. Am Anfang der Strecke befindet sich der erhalten gebliebene Unterbau der berühmten Segelflugschule, die sich von 1921 bis 1945 auf der Kurischen Nehrung befand.

         

 

Zur Ephas Höh

Kurz vor dem Abzweig nach Morskoje (Pillkoppen) führt ein Wanderweg von einem kleinen Parkplatz hinauf auf einen der schönsten Punkte der Nehrung. Von zwei Aussichtsplattformen eröffnet sich ein toller Blick über ein 5 km langes Wanderdünenfeld, den Ort Morskoje und das Haff. Die Petsch-Düne, eine der höchsten Dünen auf der Nehrung, ist 62 m hoch, 1,8 km lang und 0,6 km breit. Ihr Gipfel wurde nach dem Förster Franz Epha benannt, der an der Stabilisierung der Wanderdünen auf der Nehrung beteiligt war.

 

Zum Schwanensee (Ozero lebed)

Auf diesem Pfad werden Sie einerseits Flora, Fauna und die Geogeschichte der Nehrung kennenlernen, andererseits erfahren Sie Wissenswertes zu den Befestigungsarbeiten der Förster an den Dünen. Für den beschwerlichen Aufstieg werden Sie durch eine wundervolle Aussicht auf den Leuchtturm von Nida, das Ostkap, die Wanderdünen sowie den Schwanensee belohnt.

 

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