Bericht über die im Juni 2008 stattgefundene Fahrradtour rund ums Kurische Haff in Ostpreußen von Nida/ Nidden über Tilsit, das Memelland und wieder zurück auf die Kurische Nehrung nach Nida/ Nidden

2008 hatte BalticTravel eine großartige Fahrradtour auf der Kurischen Nehrung organisiert. Diese Radtour bieten wir denen, die gerne Radfahren, auch im Jahr 2009 wieder an:

Die Fahrradtour um das Kurische Haff in Ostpreußen bietet:

– Radfahren auch zum Erholen,
– Geschichte in Königsberg,
– Tilsit und dem Memelland,
– Thomas Mann in Nidden,
– eine Radtour als Urlaub.

IMPRESSIONEN einer Fahrradtour: per Fahrrad in fünf Tagen einmal um das Kurische Haff!

Eine Fahrradtour ums Kurische Haff         Eine Fahrradtour ums Kurische Haff         Eine Fahrradtour ums Kurische Haff

Ausgangs- und Zielort für die Radfahrer sollte Nida/ Nidden auf der Kurischen Nehrung sein. Die erste Übernachtung – nach immerhin 98 km Radfahrt – fand schon im russischen Teil des ehemaligen Ostpreußens, in einem alten Pfarrhaus in Postnicken/ Saliwnoje statt, nachdem sich die Radfahrer sich in Cranz, dem beliebten Ausflugsort der Königsberger, noch einmal kräftig gestärkt hatten.

Weiter ging es nach einem herzlichen “Auf Wiedersehen” mit dem Fahrrad über Labiau/Polessk nach Gilge/ Matrosowo – auch wieder eine Fahrradtour von 80 km.

Unterwegs am Großen Friedrichsgraben war die Geschichte Ostpreußens und das Leben der Fischer wieder ganz present und die Gedankengingen weiter und weiter zurück in die Vergangenheit dieses Landes.

Nachdem wir uns vom “Ende der Welt” verabschiedet hatten, gab es eine Strecke zum Erholen, teils auf einem zerbeulten Fischkutter, teils auf dem Fahrrad fuhren wir nach Seckenburg/ Sapowednoje. Durch Rückenwind und strahlendem Sonnenschein begünstigt wurde die nach Königsberg zweitgrößte Stadt Ostpreußens Tilsit/Sowjetsk recht bald erreicht.

Auf der anderen Seite der Memel grüßte das Memelland die Radfahrer, und am nächsten Morgen machte sich die Fahrradtour auf gen Norden nach Litauen, nicht ohne noch einmal die Geschichte des Tilsiter Friedens in Erinnerung zu rufen.

Alle Radfahrer waren guten Mutes, als auf der Luisenbrücke die Grenzabfertigung schnell, freundlich und ganz ohne Probleme vonstatten ging, und die Fahrradtour den litauischen Teil Ostpreußens in Angriff nehmen konnte. Über Heydekrug/ Silute, der bedeutendsten Stadt des Memellandes, wo den Radfahrern ein exzellentes Mittagessen und kleines Bier serviert wurden, ging es dann über Schotterstraßen weiter nach Vente.

Bei abendlichem Sonnenschein leuchteten die Dünen der Kurische Nehrung herüber, ein wunderbares Naturerlebnis. Dieser Abend in Vente, gegenüber von Nida/ Nidden, ließ die Radfahrer die Anstrengung der zurückgelegten 104 km schnell vergessen und so wurde am nächsten Morgen die längste Etappe der Fahrradtour mit neuem Schwung in Angriff genommen.

Auch das Memelland hatten die Radfahrer bald hinter sich gelassen, um mit der Fähre von Memel/ Klaipeda hinüber zu setzen auf die Kurische Nehrung. Auf der Nehrung erwartete die Radfahrer ein unbeschreiblich schöner Fahrradweg bis hin nach Nida/ Nidden, teils nahe der Ostseeküste entlang, dann über Dünen hinweg auf die Haffseite, durch lichtdurchfluteten Mischwald nach Perwelk und weiter über Preil ans Ziel nach Nida/ Nidden.

Jeder der Radfahrer hat für sich aus dem ehemaligen Ostpreußen ein eigenes Stück dieses eindrucksvollen Landes im Herzen mit nach Hause genommen, und ein besonderes Erlebnis von dem er noch lange erzählen wird.

 

Bericht über die Fahrradtour vom Juni 2008 –
von: Kristin Wenda und Maik Dissen, Braunschweig

Ausgangs- und Zielort für die Radrundfahrt sollte die litauische Stadt Nida sein.
Die erste Übernachtung – nach immerhin 98 Km Radfahrt – fand schon in Russland, in einem alten Pfarrhaus in Postnicken/ Saliwnoje am Haff statt. Weiter ging es mit dem Fahrrad über Labiau/ Polessk nach Gilge/ Matrosowo – auch etwa eine Strecke von 80 Km. Danach gab es eine Erholungsfahrt per Schiff von Gilge nach Seckenburg/ Sapowednoje – ein einmaliges Naturerlebnis bei kräftigem Wind und strahlendem Sonnenschein !

Von Seckenburg aus wurde recht zügig – durch Rückenwind begünstigt – Tilsit/Sowjetsk erreicht. Am nächsten Morgen gab es einen Halt an der Luisenbrücke und einen kurzen Vortrag über die Geschichte der Stadt und den Tilsiter Frieden. Dach radelte die Gruppe mit ihren Fahrrädern weiter über die russisch-litauische Grenze in Richtung Vente.

Kurz hinter der Grenze wurde man zum ersten Mal vom Regen überrascht und klitschnass. Überhaupt hatte es dieser vierte Tag in sich: Schotterstraße, Schotterstraße, Schotterstraße – endlose 50 Km lang, aber gefühlte 100 Km. Die Fahrräder hielten sich erstaunlich gut, nur einmal musste ein Schlauch geflickt werden. Nach insgesamt 104 Km Fahrt, mit unseren Fahrrädern, kam die Gruppe in Vente an.

Am nächsten Tag nahmen die Radler die längste Etappe ihrer Rundtour in Angriff: von Vente über Klaipeda nach Nida zurück, 106 Km, mit der Vorgabe, bei der Eröffnung der Ausstellung “Nidden und die Kuirische Nehrung, Malerei der Vergangenheit” in der Galerie “AIKA” in Nida dabei zu sein. Es war ein schöner Abschluss dieser einmaligen Radtour ums Kurische Haff, immerhin insgesamt 400 Km, von der ihre Teilnehmer alle noch lange erzählen werden und jeder für sich ein eigenes Stück dieses besonderen Landes im Herzen nach Hause mitgenommen hat.

 

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